Posted on November 10, 2022
von Huboo eCommerce Fulfilment
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Black Friday– Strategien zur Umsatzsteigerung von E-Commerce-Unternehmen

Von Mark Elward, Vice President of Enterprise Sales at Huboo

Bislang umsatzstärkster Black-Friday erwartet – Bereiten Sie sich jetzt auf die Hochsaison vor!

Seit seiner Einführung in Europa vor fast einem Jahrzehnt hat sich der Black Friday zu einem der größten Shopping-Tage des Jahres entwickelt [1]. 2021 war das Shopping-Erlebnis jedoch mit globalen Lieferproblemen, Arbeitskräftemangel und erhöhten Frachtkosten verbunden.

Die Situation hat sich inzwischen deutlich verbessert. Die Handelsströme haben sich zwischen den einzelnen Ländern entspannt, Lieferprobleme sind weitgehend gelöst. Doch die Inflation bringt immer höhere finanzielle Aufwendungen mit sich. Gleichzeitig schränken Endverbraucher ihre Ausgaben ein.

Trotz dieser schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen wird für 2022 der bislang umsatzstärkste Black Friday erwartet [2]. Wie können Onlinehändler dieses globale „Megaevent“ nutzen, um ihre Umsätze zu steigern – trotz der wirtschaftlichen Herausforderungen?

Wie Sie Ihr Geschäft am besten vorbereiten und Umsatzchancen maximieren können, erfahren Sie in unseren Tipps:

Nutzen Sie Verkaufszahlen für smartere Prognosen

Bei der Planung des Black Fridays sollten Onlinehändler frühere Verkaufszahlen genau analysieren. Die Auswertung von Daten hilft, bereits getätigte Produktverkäufe sowie zu erwartende künftige Trends besser zu verstehen. So lässt sich eine effektive Verkaufsstrategie entwickeln.

Sind Sie erst seit kurzem im Geschäft? Dann verfügen Sie möglicherweise (noch) nicht über aussagekräftige Daten, auf die Sie zurückgreifen können. Die Lösung: Mit Hilfe von Online-Datenbanken können Sie zum Beispiel den Lagerbedarf besser einschätzen.

Eine umfassende Vorbereitung ist wichtig. Denn: Ungenaue Prognosen führen dazu, dass Händler zu wenig Ware vorrätig haben. Sie sind dann nicht in der Lage, das volle Umsatzpotenzial des Black Fridays auszuschöpfen. Auf der anderen Seite besteht das Risiko, dass sie auf überschüssigen Beständen sitzen bleiben. Mit der Auswertung von Verkaufsdaten lassen sich bessere Absatzprognosen treffen und Lagerbestände entsprechend planen.

Priorisieren Sie Ihre Vertriebskanäle (und managen Sie sie effektiv)

Immer mehr Online Retailer setzen auf einen Multi-Channel-Vertrieb, um eine größere Reichweite zu erzielen und die Rentabilität zu steigern. Für sie lohnt es sich, zu prüfen, wie ihre Produktlinien auf den verschiedenen Marktplätzen performt haben. Sie bekommen Rückschlüsse, worauf sie den Verkauf im Hinblick auf Black Friday und das Weihnachtsgeschäft konzentrieren sollten. Bei dieser Entscheidungsfindung kann auch hilfreich sein, die Verbreitung ähnlicher Produkte auf Online-Marktplätzen zu analysieren. Ist das Angebot zu groß, gehen die Produkte eines E-Commerce-Anbieters wahrscheinlich in der Masse unter. Gibt es auf einem Marktplatz eine Produktlücke, ist das Angebot folglich gering. So wird die Ware sichtbarer und aller Wahrscheinlichkeit nach stärker nachgefragt.

Die Verwaltung mehrerer Vertriebskanäle kann zeitaufwändig und verwaltungsintensiv sein. Mit der entsprechenden Technologie können E-Commerce-Unternehmen das Management der Kanäle und das Fulfillment auf einer einzigen Plattform integrieren. Produkte lassen sich so aus allen Verkaufskanälen und Marktplätzen korrekt kommissionieren, verpacken und verschicken. Zudem aktualisiert sich der Bestand automatisch, sobald Artikel verkauft werden.

Augen auf beim Auslandsgeschäft

Das E-Commerce-Geschäft ist heute deutlich weniger planbar als noch vor der Pandemie. In diesem volatilen Umfeld gilt es von daher, Produkte schnell auf den Markt zu bringen. Damit schützen sich Einzelhändler vor unvorhersehbaren – und frustrierenden – Grenz- oder Frachtverzögerungen. Wer nicht rechtzeitig mit der Planung anfängt, riskiert es, das Potenzial des Black-Friday-Geschäfts nicht voll auszuschöpfen.

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Halten Sie die Kosten niedrig

Die hohen Lebenshaltungskosten bescheren Händlern steigende Betriebskosten. Aber auch die Kunden leiden unter teils exorbitant gestiegenen Preisen. Das hat zur Folge, dass E-Commerce-Unternehmen nur einen begrenzten Teil ihrer Kosten an den Verbraucher weitergeben können. Überziehen sie die Preise, steigt das Risiko, sogar sehr treue Kunden an günstigere Wettbewerber zu verlieren. Folglich müssen Retailer nach Möglichkeiten suchen, wie sie Preise senken, aber gleichzeitig rentabel bleiben können.

Fulfillment-Prozesse zu überprüfen, hilft unserer Erfahrung nach in den meisten Fällen, Kosten zu sparen. Für einen unabhängigen Einzelhändler, der Kommissionierung, Verpackung und Lieferung vollständig übernimmt, liegen die durchschnittlichen Kosten für die Abwicklung einer einzigen Bestellung in Deutschland bei 5,95 EUR [3]. Da dieser Kostenblock mit grenzüberschreitendem Handel noch weiter ansteigt, schmälert Fulfillment oft die Gewinnspannen eines Onlinehändlers. Fulfillment an einen externen technologiegetriebenen Experten auszulagern, lohnt sich kostenseitig. Zudem fallen zeitaufwändige Tätigkeiten weg, die mit einer schnellen und präzisen Auftragsabwicklung einhergehen. Mehr dazu, wie Sie mit Fulfillment Ihre Energiekosten senken können, können Sie hier nachlesen: https://www.huboo.com/blog/news/how-fulfilment-can-reduce-your-energy-bills/

Kosteneinsparungen lassen sich auch dadurch erzielen, wenn eilige Zustellungen (zum Beispiel für den nächsten Tag oder schneller) dennoch durch Economy-Dienste erfolgen. Die Umstellung auf diese kostengünstigere Lieferoption, die immer noch eine Lieferung innerhalb von zwei bis drei Tagen ermöglicht, ist eine schnelle und einfache Möglichkeit, den Produktpreis zu senken. Doch Vorsicht: Die Kunden erwarten zwar eine Preissenkung, setzen jedoch gleichzeitig ein hohes Serviceniveau voraus.

Obwohl es abzuwarten bleibt, wie der Black Friday 2022 umsatzmäßig abschneidet, so stellt er sicherlich für Einzelhändler – egal welcher Größe – eine wichtige Absatzchance dar. Um erfolgreich zu sein, benötigt es aber Engagement und Strategien von Seiten der Onlinehändler: Sie müssen Prognosen erstellen, Strategien entwickeln und schnell handeln, um ihre Produkte optimal für das größte jährliche Shopping-Event vorzubereiten.

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Mark Elward ist Vice President of Enterprise Sales bei Huboo, einem europaweiten Anbieter von Fulfillment-Technologie. Das Unternehmen berät Einzelhändler jeder Größe, E-Commerce-Anbieter und D2C-Marken zu qualitativ hochwertigen, aber erschwinglichen Fulfillment-Lösungen.

[1]  https://www.blackfriday.de/
[2]  https://www.t3.com/news/best-black-friday-deals
[3] https://bit.ly/3El0ona